Frida Sfiridis
Katanyxi (gr.: Andacht)
Ausstellungseröffnung: Fr. 3.9. | 19 Uhr
Ausstellung: Sa. 4.9. – So. 3.10.2010
Die Quelle der Inspiration meiner Malerei ist die griechische Insel Skyros, dort wohne ich die Hälfte des Jahres. Im Jahr 1963 kam ich das erste Mal in die Heimat meines Mannes. Sofort empfand ich eine tiefere Verbundenheit mit diesem Ort, als mit meiner Geburtsstadt Thessaloniki.
Die zahlreichen kleinen Kirchen der Insel, ihr Anblick und die harmonische architektonische Einbindung in ihre Umgebung waren die ersten Motive. Jede Familie in Skyros besitzt und pflegt ihre eigene Kirche. Einmal im Jahr, zum Fest des heiligen Patrons, bekommen die Kapellen einen neuen Anstrich: Weiss, damit sie im Sommer das Licht reflektieren und im Winter leuchten.
Andere Arbeiten thematisieren den Karneval auf Skyros, der auf dionysische Rituale zurückgeht. Junge Männer mit Ziegenmasken und Gürteln voller Glocken, tanzen wie besessen den ganz Tag tanzend hin und her.
Zur gleichen Zeit entstanden auch Bilder von Pferden, einer wilden Rasse von Ponys, die nur auf dieser Insel existieren und im Winter frei in der Natur zu sehen sind.
Ein Weiteres Motiv sind Fischerboote: Im Sommer im Meer, im Winter einsam und verlassen auf dem Strand und als Bootsruine von vergangenen prachtvollen Tagen zeugend.
„Schätze aus dem Land und aus dem Meer“ zeigen ebenso Fischerboote und See-Landschaften wie auch Wälder, Bäume und die Bienenlandschaft der Insel. Beim Anblick der wunderbaren alten Olivenbäume, verspürte ich den Drang, große Bilder in Acryl, zur Abstraktion neigend, zu malen.
Die meisten Bilder entstanden im Sommer 2008. Beim Anblick der einsamen Kirchen empfand ich zum ersten Mal Mitgefühl für die Menschen, die diese Kirchen pflegen, für ihre Besitzer und auch für die vielen unbekannten Besucher, die vorbeikommen: Einer strengen Tradition folgend lassen sie die Kerzen niemals ausgehen.
Diesen Eindruck versuchte ich visuell festzuhalten und malte dieses mystische, dunkle Licht und die heiligen Bilder im Inneren der Kapellen. Man bekommt bei den Bildern den Eindruck, sie bewegen sich bei Kerzenlicht im Raum. Die Unbestimmtheit dieses Anblicks gab ich mit Aquarellfarben wieder: dort schwimmen die Farben „von allein“ im Wasser. Diese besondere Empfindung, wenn man im Dämmerlicht eine Kerze für einen geliebten Menschen anzündet, konnte ich nicht anders als mit kontrastierenden Farben, dunklen und leuchtenden, gestalten.
„Ob es mir gelungen ist, meine Liebe und meine Gefühle für diesen Ort in meinen Bildern wiederzugeben? Ich für meinen Teil habe es mit viel Liebe und Leidenschaft versucht.“
Musik-Programm zur Eröffnung der Ausstellung:
Lieder für Stimme , Klarinette und Klavier von Manos Hatzidakis , Mikis Theodorakis u.a.
Stimme: Maria Thoidou
Klarinette: Bettina Semrau
Klavier: Georgios Sfiridis
Rembetiko-Lieder für Orchester und Baglamadaki
Orchester aus Mitglieder der Musikschulen Spandau, Treptow-Köpenick und Mitte
Baglamadaki: Sarah Roth
Konstanze von Ascheraden
AlphaBetaGammaDelta
Ausstellungseröffnung: Do. 7.10. | 19 Uhr
Ausstellung: Fr. 8.10. – So. 7.11.2010
Konsequent verfolgt Konstanze von Ascheraden ihren roten Faden der griechischen Buchstabenbilder. Die Buchstaben haben ihre Schönheit in sich. Sie rufen aber auch, besonders in Serie, vielfältige Assoziationen hervor: sie werden zur Bilderschrift.
Alte Bilder scheinen als Tiefenschichten durch wie antike oder mittelalterliche Handschriften, die immer wieder überschrieben wurden – ein Palimpsest.
Es geht der Künstlerin um den Reiz der Schriftzeichen an sich jenseits ihrer Bedeutung.
„Sie schöpft dabei aus dem Reservoir der gestalterischen Kraft, die diesen Zeichen innewohnt und schafft so Allianzen von Spiel und formaler Strenge. Die differenzierte Transformation der existentiellen Themen von Bewahren und Verändern in die Materie der Kunst machen die Kraft der Werke von Konstanze von Ascheraden aus.“ (Andrea-Katharina Schraepler, Kunsthistorikerin)
Bistro
Öffnungszeiten
Montags bis Freitags von 11 bis 23 Uhr
Derzeitige Austellung im Bistro 'Unvernunft':
Anette Rider
Malerei - Blumenblüten
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. 05. 2010 zu sehen.

