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NotizenfürdenMoment-3

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Empfindliche,

Zieht euch warm an!
Will man aktuell vor die Tür treten, ist die Frage nach wärmender Kleidung entscheidend.
Da die Körperbehaarung in den seltensten Fällen noch mit dem Reflex der Gänsehaut und den sich damit aufstellenden Härchen eine wärmende Luftschicht bildet, muss Nachhilfe geleistet werden.

Konnte man in früheren Zeiten auf Tierfelle zählen, um dem physikalischen Temperaturphänomen zu begegnen, sind der Nutzung aktuell ethische Fragen, etwa zum Tierwohl vorgelagert. Allerdings, wenn man nun im Zustand des Frierens einen Pelzmantel gereicht bekommt, der schon eine langjährige Nutzung hinter sich hat, sollte man ihn mit seinem wärmenden Versprechen dennoch ablehnen?
Oder überwiegt das Bewusstsein für den Umweltimpact? Denken wir an den ökologischen Fußabdruck. Der Umweltschaden, der durch die Pelzindustrie verursacht wurde, ist beträchtlich, aber wenn die Tierhaut nun ungenutzt im Schrank hängt, bedeutet das, dass Materialien und Energie für deren Herstellung und Verarbeitung verschwendet wurden und dass dem Getier das Fell erfolglos über die Ohren gezogen wurde.

Das Verschmähen des Pelzes würde eine Entsorgung nach sich ziehen. Eine weitere ethische Herausforderung, da der Pelz in der Verarbeitung durchaus mit Chemikalien behandelt wurden, ist er vielleicht nicht so einfach biologisch abbaubar und könnten die Umwelt weiterhin belasten – bei einer üblichen Entsorgungsweise. Recycling wäre gefragt oder Upcycling; sich das gute Stück auf die aktuelle Situation zuschneidern zu lassen und vom alten Muff des Statussymbols befreien.

Apropos, vom Muff befreit … mit werkgerechten, aber auch frischen Interpretationen Alter Musik, die in oder für Berlin komponiert wurde, lädt schon gleich das „SPAM light“-Festival in die Mauern der Zitadelle, ab dem 26. Februar ist es soweit. Vorab ist hier auch schon der RIAS-Kammerchor zu hören, in einem seiner berühmt berüchtigten Forumkonzerte.
Frischen Wind für gedankliche Inspiration könnte Ihnen ebenfalls das Programm des Kulturhauses bieten, wie auch der Spielplan des Kinos.

Nun, Kälte soll ja als therapeutischer Reiz stimulierend wirken, wie auch das Immunsystem stärken und sogar mentale Klarheit fördern – um Mal auf positive Aspekte hinzuweisen. Dennoch unkontrollierte Kälte kann nicht gut sein.
Umso wichtiger ist es also, bei der persönlichen Wärmeerzeugung auf effiziente und zukunftsfähige Lösungen zu setzen – aber erst mal den Mantel anziehen.

Alternativen haben schließlich auch ihre Tücken; der Webpelze etwa wäre aus synthetischen Fasern, wie Polyester und Polyacryl. Sie verbrauchen nichterneuerbare Energien. Zudem entstehen bei der Herstellung Treibhausgase und sie verrotten nicht, wenn sie entsorgt werden wollten. Und an die Mikro- oder Nanoplastik, die dauerhaft unsere Erde belastet wollen wir gar nicht erst denken.
Daunenjacken könnten ebenfalls ethische Bedenken hervorrufen, die Alternativen mit wärmenden Kunstfaserfüllungen, na ja … Wollmäntel, da kommen wieder Tiere ins Spiel … Funktionstextilien …? … ökologische Unbedenklichkeit muss ja überall und vielfach her zitiert werden.
Saubere Wärme am Körper scheint eine Problemzone zu sein.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit sagt
Michael Pfeil