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NotizenfürdenMoment-3

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Neuanfänger*innen,

… Dinge die liegengeblieben sind: der Schnee, den Flur richtig aufzuräumen, die Klärung was die andere Hälfte des Lebens sein könnte.
Die letzte Weisheit des letzten Jahres hat zum letzten Punkt offengelassen, was ist, wenn Ordnung nur das halbe Leben ausmacht – eine unklare Lücke die vielleicht geschlossen werden könnte.

Mit „Mind the gap“ warnt schließlich auch die internationale Ansage in den heimischen „Schienenfahrzeugen“, um nicht ins Straucheln zu geraten – auch wenn da der Ansatz anderer Natur ist – Lücke ist Lücke.

Möglichkeit zur Schließung böte vielleicht der Schlaf. Ihm wird zugestanden, dass er ein Drittel des Lebens einnimmt. Zusammen mit den 50 Prozent Ordnung würden so, über den Daumen, nur noch annähernd 20 Prozent für Unbestimmtes bleiben.
Allerdings könnten wir das Schlafen auch zur Grundordnung des Lebens rechnen, da es für die körperliche und geistige Regeneration unerlässlich zu sein scheint. Das Gehirn wird „aufgeräumt“, Informationen werden verarbeitet, Überflüssiges entsorgt und selbst das Immunsystems wird gestärkt, so heißt es jedenfalls – Schlafen ist also ein hochaktiver Prozess, aber spekulativ in der Einsortierung.

Nun, fragen wir Fachleute. Das Statistische Bundesamt weiß genauer wie wir die Zeit des Tages im Durchschnitt verwenden und bekanntermaßen unterteilt so ein Amt dabei ordentlich in Wochentags und das Wochenende: Schlafen Alltags 38,8 %, am Wochenende 42,4 %. Freizeit 22,6 % beziehungsweise 32,3 % . Erwerbs- und Bildungstätigkeit, weil natürlich alle Personen schon ab 10 Jahren in die Berechnung einfließen, 17,7 % beziehungsweise 2,9 %. Unbezahlte Arbeit 13,8 % beziehungsweise 14,2 %. Essen  zwischen 6,5 % und 7,8 %, Sonstiges 0,3 %, jederzeit.

Wo wir schon beim Sonstigen sind, hier das Programm des Kulturhauses wie auch der Spielplan des Kinos.

Trotz der vielen Zahlen zum Täglichen ist der Erkenntnisgewinn bezüglich einer Zeit jenseits der Ordnung eher gering. Vielleicht ist so ein Ordnungsgegenpol nicht so richtig fassbar.
Für den alten Griechen war Ordnung im großen Ganzen Kosmos. Der Römer übersetzte es mit Ordo, woraus sich im Deutschen die Ordnung etablierte. Ein Lehnwort also, das aus der Fremde kommt, es aber nicht mehr zeigt. Auf ihrem Weg zu uns scheint sie irgendwie reduziert worden zu sein. Und obwohl unser Leben reich an Absurditäten ist, kann die sich zwangsläufige anbietende „Unordnung“ keinesfalls das Gegenstück zur Ordnung sein; schließlich gibt’s das eine nicht ohne das andere und schon gar nicht paritätisch. Es ist unlösbar eins und hat nur zwei „Namen“ bekommen. Es ist ein Organismus harmonischer Relation, ohne quantifizierbare Beschränkungen.

Die Ansage Ordnung ist das halbe Leben ist eine Illusion, eine Fata Morgana, sie stimmt nicht – es gibt kein halbes Leben. Ordnung ist Leben! … und Sie haben es in der Hand.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit sagt
Michael Pfeil