Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Aufgeräumte,
wie sagte es Oma: Ordnung ist das halbe Leben!
So eine Aussage kann natürlich sofort Fragen nach sich ziehen, insbesondere nach der anderen Hälfte? Aber auch, ob Ordnung als formaler, rechtlicher Begriff gemeint ist oder eher im moralisch emotionalen Kontext?
Nun, lassen wir die andere Hälfte mal Links liegen und sehen Ordnung auch nicht als einbetoniertes Fundament des Denkens, sondern eher als Schleppanker im täglichen Leben.
Jemand, der von Natur aus, vielleicht auch durch seine Erziehung, keinen rechten Sinn für Ordnung hat, wird diese nicht zu einem Bestandteil seines direkten Umfeldes machen. Allerdings scheint psychologisch zu gelten, dass die Umgebung Einfluss auf den Geist nehmen kann. Damit würde feststehen, dass wer vom Durcheinander umgeben ist, sich anders verhält als jemand in einem ordentlichen Umfeld. Deshalb aber davon auszugehen, dass Ordnung gut ist und Unordnung schlecht, wäre viel zu eindimensional geschlussfolgert.
Generell gilt wohl schon, dass Ordnung bestimmte Eigenschaften fördert, die mit Konvention, Tradition und einer eher konservativen Lebenseinstellung in Verbindung gebracht werden, wie auch mit einem gesünderen Lebensstil. Studien wollen das jedenfalls belegen können.
Andererseits munkelt man, dass mit Unordnung das Brechen von Regeln einhergeht und damit dem Denken über den Tellerrand Vorschub geleistet wird – Kreativität, sagt man auch. Schließlich ist so ein Wirrwarr auch als „kreatives Chaos“ verbrieft.
Aber bevor es hier regellos wird, erst einmal das Programm des Kulturhauses, das für dieses Jahr recht übersichtlich ist – zwei Silvester-Termine. Einer davon ist bereits ausverkauft. Für die 17 Uhr Vorstellung von Julia Alsheimer gibt es noch Karten. Im Folgenden steht dann im Programmverlauf schon bald das SPAM – Spandau macht Alte Musik-Minifestival an und dann ist ja auch schon wieder Freilichtbühnen-Saison.
Der Spielplan des Kinos hält selbstverständlich ebenfalls Unterhaltung bereit, aktuell wie auch in Zukunft.
Nun, wenn der Effekt von Ordnung respektive Unordnung auf das Gehirn sehr viel breiter und nuancierter als bisher bedacht werden muss, dann könnten wir zum Jahresausklang Albert Einstein das Wort führen lassen, wenn er es denn so erwähnt hätte: „Wenn ein unordentlicher Schreibtisch ein Anzeichen für einen unordentlichen Geist ist, wofür ist dann ein leerer Schreibtisch ein Anzeichen?“ – Offensichtlich also … im Zweifel für den Angeklagten! – von wem auch immer die Worte wirklich sind.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit sagt
Michael Pfeil
Nachwort – In Anbetracht des bevorstehenden Wechsels möchten wir uns sehr herzlich für die Lesung unserer Nachrichten in der Vergangenheit bedanken und hoffen auf weiteres Wohlwollen Ihrerseits in der Zukunft. Wenn Sie Anregungen haben, wozu auch immer, schreiben Sie uns gerne. Vielleicht erlaubt es die Zeit in den kommenden Tage, wir ziehen uns jedenfalls ins Private zurück.
In jedem Fall wünschen wir Ihnen eine angenehme Zeit, möglichst im Kreis Ihrer Lieben und kommen Sie gut ins Neue Jahr.